Schwabenspiegel o pravicah koroškega vojvode.

ŠVABSKO OGLEDALO***

 

Von hertzoge von Kaerdern rechten.

 

Wie ain Herzog von Kaernden hett sine Recht von dem lande vnd ouch dem Rich,

Er ist ouch des Roemschen richs Iaegermeister, In svl ouch nieman ze hertzoggen noch ze herren han noch nemen denn die fryen lanttsaessen in dem land, Die sond ouch in ze herren nemen vnd anders nieman, Das sind die fryen geburen des selben Landes die haisset man die lanttsaessen in dem land, Die nemend ainen Richter vnder jnnen selber, der sü der waegst der best vnd der witzigost düchtt, Sie sechen ouch enkain adel noch gewalt an. wan biderbkait vnd warhaitt, vnd tünd ouch daz vff den aid den sy den lanttlütten vnd dem land geschworen habend, Der selb richter fragett dann die lanttsaessen all vnd ouch jettlichen lantsaessen besunder uff den aide, den sy den Richtern dem land and lantsaessen geschworen vnd geton hand, Ob sü der selb hertzzaugg dem land vnd den lantlüten nütz vnd gvtt dunke vnd ouch dem land komenlichen sye vnd wol fvge, and fügtt er innen nitt so mvss in das Rich ainen andren herren vnd hertzaugen gen, Ist aber das in der selb herr zü ainem, hertzoeggen wol geuelt, vnd ouch dem land wol kvmtt denn jnnen daz Rich geben hett vnd ouch die lantsaessen, So da der mertall erwellt vnd ze nemen gesprochen ist, wie er jnnen wol geuall

vnd vast gütt beduncke sin, So gautt ouch alles daz land dar mitt gemein Raut arm and rich, vnd enpfachen in gar schoen and erlich als sy ouch von rechtt sönd nach des Landes, gewonhaitt vnd legend im ouch einen graewen rok an, vnd ainen roetten gürtell tünd sy im vmb vnd dar an ain groess roett taeschen als ainem Iaeger maister wol kuntt and füglich ist,

Dar in er leg sin kaess sin brot vnd sin geraettloch, vnd gend jm ouch ain jaegerhorn wol gevassett mitt roten riemen vnd legend im ouch an zwen rautt gebunden bunttschvch and ouh ain grawen mantel lett man jm vber den rock an, und setzen im ouch ainen, Grawen windischen hvtt vff mitt ainer grawen schnür und setzen in dann vff ain veld pfaertt vnd fvrend jn denn zü ainem stain, Der litt enzwüschend, Glanegg vnd dem spitali ze vnser Frow Kilchen und fvren in mitt jerem windischen gesang, Dristund vmb den selben stain vnd singend ouch alle klain ung gross frowen und man, gmainlich und lobend da mitt Gott vnd jeren schoeppffer daz er jnnen vnd dem lant ainen heren geben hautt nach jerem willen,

und darnach so sind im alle sine recht geuallen, wie die genannt sind erre wirdekaitt und Rechtt, die ain hertzaugg vnd herr des landes bilich vnd von rechtt haben sol vnd niessen,

vnd wen der selb vorgenantt Herzog gen hof kumptt, zü dem Roemschen Kaysser, ald zü dem Roemschen Kunig so sol er in den selben klaydern für jn komen, Es sye kaysser oder kunig der denn gewaltig ist, vnd sol denn also ainen hirtzen mitt im bringen, vnd also mitt dem sin lechen enpfachen, vnd wenn daz also beschichtt ainem hertzogen von kaernden. So mag in fürbas nieman uje ansprechen, vor dem Richter des selben landes vmb kain sach, Noch vmb kain schlachtt schulde den ain windischer man der spricht in wol an, vmb schuld vnd vmb ander sachen, Aber vor ey, daz er sine lechen von dem rich enpfache so mag man in wol ansprechen vmb waz Jeman zü jm ze sprechend hett vnd, Der windisch man der jn also ansprichtt mit windischer zungen so sol er sprechen, Er sig rich oder arm ob er es tün wil Das stautt zü jm der da clegtt, Ich enwaiss gutt herr wie du es manist das du mir nitt, dar vmb vffrichtung tvst, dar vff mag, der hertzaug anttwurten, ob er wil ich euwaiss gvtt fründ, was du manist ich verstan diner sprach nitt, vnd da mitt hett er inn dann gantz uffgericht, vnd ist von jm ledig mitt allem rechten vnd daz ist ains hertzog Rechtt von Kaerndern des lantz herren.

 

Prepisal AL iz

Der Swabenspiegel oder Schwäbisches Land- und Lehen- Rechtbuch

nach

Einer Handschrift vom Jahr 1287

Herausgegeben

von

Dr. F. L. A. Freiherrn von Lassberg

Tübingen

1840

OPOMBA: ***) Švabsko ogledalo = zapis je nastal, ko je Habsburg že razgrajal po karantanskih deželah in “urejal” odnose po smrti zadnjega Babenberžana in prevzemu karantanske dediščine s strani Otokarja. Tega je najprej (samo) premagal, v drugo (Dürnkrut) pa porazil in dal umoriti. Samo tako je lahko prevzel karantansko dediščino. Slovesnost poklona so po zmagi priredili pri Dunaju. Rudolf se je pojavil v slovenski kmečki opravi – znani iz dokumentov o ustoličevanju na Svatnah. Očitno je Habsburžan od začetka “mislil resno” – tudi zgodovina priča, da so se docela “obesili” na dediščino Karantanije, iz nje izoblikovali SVOJE dedne dežele. Slovenska karantanska dediščine je brez dvoma temelj habsburške veličine. Na njej – edino na njej – so lahko zgradili cesarstvo. Nobenega drugega vladarskega dostojanstva niso imeli. Izključno vojvodstva slovenskih dežel. Vse ostalo so bili naslovi in “okraski” (Rimski cesar, Cesar Avstrije…). Pri Švabskemu ogledalu je vsekakor treba upoštevati, da so torej od prvotnega obreda ustoličevanj na Svatnah ostali le nekateri elementi. Obredje je bilo že prilagojeno nemškemu značaju Svetega rimskega cesarstva in interesom vzpenjajoče se dinastije Habsburg. (Poreklo: roparski vitezi s Habichtsburga pri Zürichu!)

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